Das Startup, das die digitale Strategieumsetzung von Unternehmen auf Vordermann bringen will: Community Chat mit Triceonic-Founder Christoph Tanzer

Das Startup, das die digitale Strategieumsetzung von Unternehmen auf Vordermann bringen will: Community Chat mit Triceonic-Founder Christoph Tanzer

“Unseren Kunden digitale Strategieumsetzung ermöglichen” – das ist das ehrgeizige Ziel von Christoph Tanzer.  Er hat seinen gutdotierten Job an den Nagel gehängt und einen großen Schritt hinein in den Startup Rollercoaster gewagt. Als Basis seines Startup-Lebens hat er sie sich die Coworking-Community factory300 in der Tabakfabrik Linz ausgesucht.

Gemeinsam mit seinem Co-Founder Martin Wiesmair hat Christoph Triceonic gestartet. Eineinhalb Jahre haben sie nun intensiv in ihrem Pixel in der Strada del Startup an ihrem Produkt gearbeitet: eine Softwarelösung, die Unternehmen eine effiziente, messbare und schlagkräftige Umsetzung der festgelegten Strategie ermöglicht.

MVP fertig – erste Kunden Bord

Das Minimum Viable Produkt ist ist nun fertig. Derzeit (Sommer 2023) werden gerade die ersten Kunden abgeschlossen. Die Zielgruppe sind Unternehmen jeder Größe, die ihre Strategieumstzung messbar, kontrollierbar und nachvollziehbar gestalten wollen. “Wir waren selber unsere ersten Kunden. Wir setzen unser Produkt intern für unseren eigenen Bedarf vom ersten Tag der Verfügbarkeit ein”, erzählt Christoph. 

Im Fokus stehen derzeit: die laufende Verbesserung des Produktes auf Basis des Feedbacks dieser ersten Kunden. Ganz im Sinne von “lean startup” steht an oberster Stelle das Prinzip der schnellen Produktentwicklungszyklen und des Entwickeln des Produktes ganz nahe am Kunden.

Kein “typischer” Startup-Founder

Christoph weicht ab von Bild des “typischen” Startup-Gründers. Er ist nicht der Uni-Absolvent Anfang/Mitte 20, der während des Studiums seine Startup-Idee findet. Christoph stand viele Jahre in einem sehr erfolgreichen Berufsleben und musste eine abwechslungsreiche und lukrative Karriere als Serviceleiter und Operations-Manager in der Consumer Electronic Industrie an den Nagel hängen, um seinen Traum vom Startup zu erfüllen.

Aber die Erfahrung, die Martin und Christoph nun in ihr Unternehmen einbringen, hat natürlich Vorteile: sie kennen die Herausforderungen bei der Umsetzung von Unternehmensstrategien aus der eigenen, beruflichen Vergangenheit. Und auch das Netzwerk und ein sehr strukturierter Zugang zum Aufbau ihres Unternehmens ist ein Vorteil.Trotz aller Erfahrung ist es erfrischend, die die Leidenschaft und Begeisterung zu erleben, mit der Christoph seinen Traum umsetzt. Oder, in seinen Worten: “Wir sind Innovatoren für Strategieumsetzung und ermöglichen unseren Kunden genug operativen Grip zu entwickeln, um Ihre Strategien auch auf die Straße zu bringen.”

Das ganze Interview zum nachsehen:

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Was ist der Status der Oberösterreichischen Startup-Szene, Herr Professor Gerold Weisz?

Was ist der Status der Oberösterreichischen Startup-Szene, Herr Professor Gerold Weisz?

Wenn er “Startup” hört, dann leuchten im Community Chat der factory300, dem Innovation- und Coworking Hotspot in der Tabakfabrik Linz, seine Augen. Kaum jemand brennt so für das Thema Startup wie der “Professor Startup” Gerold Weisz. Sein Tun und Wirken kennt nur ein Ziel: so viele Menschen wir irgendwie möglich von der Universität und der Fachhochschule für das Unternehmertum zu begeistern. Eine Mission, die manchmal ein wenig an die Story von  an den sprichwörtlichen Kampf gegen Windmühlen des Don Quijote von Miguel de Cervantes Saavedra erinnert.

Österreichische Unis und Spin-off: (noch) keine Erfolgsgeschichte

Die harte Wahrheit ist: im internationalen Vergleich hinkt Österreich bei der universitären Spin-off-Quote weit hinterher. Wie so oft ist die Datenlage in der Alpenrepublik bei wichtigen Zukunftsthemen dünn – aber es gibt starke Indizien. Vor zwei Jahren wurde von Hermann Hauser und Herbert Gartner, zwei österreichischen Investment- und Tech-Unternehmer-Größen, die Initiative Spin-off Austria gestartet.

Die Agenda von Spin-off Austria ähnelt der Mission von Gerold Weisz: Österreich braucht mehr akademisches Unternehmertum. Die (dünnen) Zahlen sind ernüchtend: rund 150 Spinoffs erfasste das Spin-off Dashboard zum Start für den Zeitraum 2018-2021. Zum Vergleich: an der ETH Zürich waren es allieine im gleichen Zeitraum 105 Ausgründungen. Das Center for Digital Technology and Management, einem Joint-Venture von Technischer Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat seit Bestehen 240 Startups hervorgebracht – darunter sechs Uniqorns.

Gerolds Wirkbereich ist vor allem Oberösterreich und die Steiermark. An der Fachhochschule OÖ leitet er das Startup Center und ist Professor für Entrepreneurship. Auch an der Uni Graz begeistert er Gründer:innen in Startup-Vorlesungen und tritt als Mentor in Erscheinung.

Gerold Weisz leistet seit vielen Jahren wertvolle Pionierarbeit. Aus seinen Vorlesungen sind mehr Founder hervorgegangen, als in einem durchschnittlichen Jahr in ganz Österreich starten. Er hat den ersten oberösterreichischen akademischen Inkubator “Akostart” gegründet und viele Jahre betrieben. Akostart ist mittlerweile zum Inkubator des Landes Oberösterreich, tech2b, gewandert, gründlich überarbeitet und gibt nun unter dem Namen Ideate wertvolle Tipps für Gründungswillige. Übrigens: die factory300 ist einer der Partner von Ideate, die Teilnehmer:innen am Programm haben damit Zugang zum dynamischen Innovation-Hub in der Tabakfabrik Linz. 

Hier findest du den kompletten Community Talk:

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